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Gemüse und Obst - Multitalente in Sachen Gesundheitsschutz
Freitag, 26 August 2005


Rot, gelb, grün, blau ... nicht nur die Vielfalt der Farben von Gemüse und Obst ist enorm, sondern auch die Zahl der Inhaltsstoffe. Neben den essenziellen Inhaltstoffen wie Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe enthalten sie Substanzen, die den Körper auf vielfältige Art und Weise vor Krankheiten schützen können. Sie werden „sekundäre Pflanzenstoffe“ genannt, tragen klangvolle Namen wie Carotinoide, Phytosterine, Sulfide oder Phytoöstrogene und verhindern z. B. schädliche Oxidationen, senken das Cholesterol oder hemmen die Blutgerinnung.

Vollwertige Ernährung kann das Krebsrisiko senken
Freitag, 26 August 2005


In Deutschland sind rund 25 % der Todesfälle auf Krebserkrankungen zurückzuführen. Das Risiko für eine Tumorentstehung ist nicht nur erblich oder abhängig vom Alter. Die Ernährung gehört neben dem Rauchen zu den wesentlichen Faktoren bei der Entstehung von Krebserkrankungen. Der World Cancer Report der Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzt, dass 30 % der Krebsfälle auf das Konto „Ernährung“ gehen. Darüber hinaus spielen Übergewicht und körperliche Aktivität im Rahmen des Lebensstils eine Rolle.

Mehr Gemüse und Obst auf die Teller
Freitag, 26 August 2005


Selbst wenn neben den frischen Lebensmitteln alle Obst- und Gemüseprodukte einbezogen werden, erreichen Frauen wie Männer mit einem durchschnittlichen Verzehr von je 150 g Gemüse und Obst, insgesamt also rund 300 g täglich, nur knapp die Hälfte der von der DGE empfohlenen Zufuhr von 650 g/Tag.

Zu viel, zu fett, zu träge?
Freitag, 26 August 2005


Zu fett und zu viel - so lauten nach wie vor die Hauptfehler bei den deutschen Essgewohnheiten. Problematisch ist vor allem, dass mehr Kalorien verzehrt werden, als für den heute üblichen bewegungsarmen Alltag notwendig wären. Eine träge Lebensweise ist inzwischen für die meisten Menschen Realität. Computerarbeitsplätze mit sitzender Tätigkeit erleichtern nicht nur in Büros, sondern bei der Lagerarbeit und in der Produktion an vielen Maschinen die Arbeit. Das hat Konsequenzen: Zahlreiche Laufwege, Treppen steigen oder körperlich schwere Arbeiten fallen weg. Wer seine Freizeit zudem träge auf dem Sofa verbringt und alle Besorgungen mit dem Auto erledigt, läuft Gefahr, dick zu werden.

Vollwertige Ernährung kann das Risiko für ernährungsmitbedingte Krankheiten deutlich senken
Freitag, 26 August 2005


In Deutschland sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen mit 47,3 % und bösartige Tumoren mit 25,1 % weiterhin die häufigsten Todesursachen, so ein Ergebnis des Ernährungsberichts 2004 der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V., der im Dezember 2004 veröffentlicht wurde. Schließt man die durch Rauchen assoziierten Todesfälle aus, sind diese ernährungsmitbedingte Krankheiten für 68 %, also für über zwei Drittel der Todesfälle verantwortlich. Die durch falsche Ernährung und Lebensweise mitverursachten Todesfälle könnten durch eine ausgewogene Ernährung und regelmäßige körperliche Bewegung verringert werden.

Ist Kaffee ein „Flüssigkeitsräuber“?
Freitag, 26 August 2005


Nach jeder Tasse Kaffee solle auch ein Glas Wasser getrunken werden, da Kaffee „treibt“, so ein häufig gut gemeinter Rat. Aber stimmt es, dass Kaffee dem Körper Wasser entzieht und somit nicht zur Flüssigkeitszufuhr hinzuzählt? Nein, so die Antwort der DGE. Es schadet zwar nicht, zu einer Tasse Kaffee auch ein Glas Wasser zu trinken, notwendig ist es aber nicht. Für viele Menschen leistet Kaffee einen wesentlichen Beitrag zur täglichen Gesamtwasserzufuhr. Es wird in die Flüssigkeitsbilanz einbezogen - wie jedes andere Getränk auch, z. B. ein Glas Saft, eine Tasse Tee oder ein Glas Bier am Abend.

Lebensmittelinfektionen im Sommer und auf Reisen vorbeugen
Freitag, 26 August 2005


In der warmen Jahreszeit und gerade bei Reisen in tropische und subtropische Länder besteht ein erhöhtes Risiko einer Magen- und Darminfektion. Sonne, Hitze, mangelnde Kühlmöglichkeiten und andere Hygienestandards bieten Krankheitserregern ideale Wachstumsmöglichkeiten. Der sorgfältige Umgang sowie optimale Lagerung sind deshalb umso wichtiger. Besonders Fleisch, Geflügel, Eierspeisen, Milchprodukte und Fisch sind optimale Nährböden für Mikroorganismen und deshalb leicht verderblich. Für Fernreisende gilt daher beim Essen und Trinken die Regel: „Koch es, schäl es oder vergiss es!“.

Low carb - high fat?
Freitag, 26 August 2005


Nach den derzeitigen wissenschaftlichen Erkenntnissen gibt es keinen Anlass, die bestehenden Ernährungsempfehlungen zu revidieren. Auch weiterhin gilt, dass eine ausgewogene Ernährung mit einer ausgeglichenen Energiebilanz und reichlich körperlicher Bewegung langfristig am ehesten geeignet sind, Übergewicht zu vermeiden oder abzubauen. Die Ernährung sollte reich an komplexen Kohlenhydraten und Ballaststoffen, aber moderat in der Zufuhr von Fetten, insbesondere tierischen Fetten sein. Bei der Auswahl der Lebensmittel sollten Verbraucher aber stärker als bisher auf die unterschiedliche Qualität der verzehrten Kohlenhydrate und Fette achten.
Die Expertenrunde kam zu dem Ergebnis, dass eine Verwendung des Glykämischen Index (GI) lediglich in Teilbereichen, z. B. in der diätetischen Therapie des Diabetes mellitus und bei der Bewertung kohlenhydratreicher Lebensmittel, sinnvoll sein kann.

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