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Schützt ein körpereigenes Protein vor Diabetes?
Freitag, 26 August 2005


Adiponectin - ein neu entdecktes Protein des Fettgewebes - kann möglicherweise das Risiko einer Diabeteserkrankung senken. Forscher des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung (DIfE) in Potsdam-Rehbrücke haben unter der Leitung von Prof. Andreas Pfeiffer und Dr. Heiner Boeing jetzt herausgefunden: Hohe Plasma-Adiponectinspiegel sind direkt mit einem niedrigen Diabetes-Risiko verbunden (Lancet, Volume 361: 226-228, 18. 1. 2003 ). Dagegen besitzen Personen mit einem geringen Adiponectinspiegel ein höheres Diabetes-Risiko. Das Risiko eines Diabetes könnte in Zukunft durch die Messung des Adiponectinspiegels - zusätzlich zu bekannten Faktoren wie Übergewicht, Fehlernährung und Bewegungsmangel - genauer beurteilt werden.



Das kürzlich entdeckte Adiponectin wird ausschließlich in den Fettzellen des Körpers produziert, kann Entzündungen hemmen und reagiert empfindlich auf Insulin. Interessanterweise befindet sich das Adiponectin-Gen auf einem Chromosom, das mit der Entstehung des Diabetes in Zusammenhang gebracht wird. Um diesem Zusammenhang auf den Grund zu gehen, verglichen die Forscher die Adiponectinkonzentrationen im Plasma bei gesunden Personen und Menschen, die nach der Untersuchung im Jahr 1994 an Diabetes Typ 2 erkrankten. Bei insgesamt 187 Diabetikern und 376 Kontrollpersonen wurden signifikante Unterschiede in der Adiponectinkonzentration gefunden. Die Studienteilnehmer wurden im Rahmen der EPIC-Studie (European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition) rekrutiert, in der an über 27000 Probanden aus dem Potsdamer Raum Zusammenhänge zwischen Ernährung und Krebs sowie anderen chronischen Erkrankungen untersucht werden. Die Publikation der Potsdamer Wissenschaftler ist die erste Studie, in der ein direkter Zusammenhang zwischen dem Adiponectinspiegel und der Entstehung eines Diabetes mellitus Typ 2 gefunden wurde. Die Forscher betrachten Adiponectin als möglichen Marker zur Einschätzung eines Diabetesrisikos zusätzlich zu den bekannten Größen wie Übergewicht, Fettstoffwechselstörungen oder familiäre Belastung. Quelle: 2



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