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Lebensmittelinfektionen im Sommer und auf Reisen vorbeugen
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Freitag, 26 August 2005 |
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| In der warmen Jahreszeit und gerade bei Reisen in tropische und subtropische Länder besteht ein erhöhtes Risiko einer Magen- und Darminfektion. Sonne, Hitze, mangelnde Kühlmöglichkeiten und andere Hygienestandards bieten Krankheitserregern ideale Wachstumsmöglichkeiten. Der sorgfältige Umgang sowie optimale Lagerung sind deshalb umso wichtiger. Besonders Fleisch, Geflügel, Eierspeisen, Milchprodukte und Fisch sind optimale Nährböden für Mikroorganismen und deshalb leicht verderblich. Für Fernreisende gilt daher beim Essen und Trinken die Regel: „Koch es, schäl es oder vergiss es!“.
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| Risikogruppen wie Säuglinge, Kleinkinder, ältere Menschen, immungeschwächte Personen und Schwangere sollten besonders darauf achten, dass die Lebensmittel gut durchgekocht sind, auf vorgeschältes Obst verzichten und rohes Gemüse sorgfältig mit abgekochtem Wasser waschen. Um Magen und Darm nicht unnötig zu belasten, sollte berücksichtigt werden, dass unser Körper an andere Lebensbedingungen und Standards gewöhnt ist, als sie im Urlaubsland üblicherweise herrschen. Zur Sicherheit gehören durchfallhemmende Medikamente in jede Reiseapotheke.
Hintergrundinformation: Durchfallerkrankungen gehören zu den typischen Gesundheitsproblemen bei Reisen im Sommer. Bei höheren Umgebungstemperaturen können sich Magen- und Darminfektionen verursachende Bakterien und Viren besonders schnell vermehren. Mögliche Krankheitserreger sind z. B. Salmonellen, Campylobacter, Listerien, oder Escherichia coli. Diese können Übelkeit, Durchfall, Erbrechen und Fieber verursachen. Einige Lebensmittel sind besonders anfällig für Krankheitserreger. Durch Hygienemängel gelangen und vermehren sie sich auf Obst, Gemüse, Salat, Fleisch oder in Speisen mit Mayonnaise, Eiern, Milch oder lose angebotener Eiscreme. Sorgfältig, mit einwandfreiem Wasser gewaschenes Obst und Gemüse sowie alle gut durchgegarten Speisen stellen daher kein Problem dar. Um eine Erkrankung zu vermeiden, sollten einige Empfehlungen in Bezug auf den Lebensmittelverzehr im Ausland beachtet werden:
* Achten Sie darauf, dass die Lebensmittel frisch zubereitet wurden und nicht schon längere Zeit stehen, und meiden Sie rohe oder abgestandene Lebensmittel wie nicht ausreichend durchgebratenes Fleisch (z. B. Steaks).
* Verzichten Sie auf Mayonnaise, unverpackte Eiscreme und Desserts mit rohen Eiern (z. B. Zabaione, Tiramisu).
* Waschen Sie Gemüse und Obst besonders gründlich mit abgekochtem Wasser oder abgepacktem Wasser und schälen sie Obst erst kurz vor dem Verzehr.
* Essen Sie eher Gemüse statt Blattsalate, denn in den Blattritzen kann viel Wasser zurückbleiben.
* Trinken Sie kein Leitungswasser. Am besten abgekochtes Wasser oder abgepacktes Wasser verwenden - auch zum Zähneputzen.
* Verzichten Sie auf Eiswürfel in Getränken, weil nicht sicher ist, dass einwandfreies Wasser zur Herstellung verwendet wurde.
Mit diesen Tipps kann man sich wirkungsvoll schützen. Dennoch kann eine Erkrankung nicht völlig ausgeschlossen werden. Gerade Kinder sind anfällig für Magen- und Darminfektionen. Allerdings können einige Sofort-Maßnahmen den Kleinen dabei helfen, sich schnell wieder zu erholen:
* Geben Sie Ihrem Kind 1-2 Stunden nichts zu essen. Gleichen Sie die Flüssigkeitsverluste mit schwarzem, verdünnten Tee, Fencheltee oder abgekochtem Wasser aus und beobachten Sie, wie Ihr Kind das Getränk verträgt.
* Als erste Mahlzeit einen Zwieback, Butterkeks, Salzstangen oder eventuell etwas Brot geben.
* Auch am folgenden Tag auf leicht verdauliche, fettarme Kost achten.
* Wenn sich der Zustand auch am zweiten Tag nicht stabilisiert hat, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.
Quelle: 3
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